Radschnellverbindungen für Berlin

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus macht es sich zum Ziel, sichere und komfortable Radschnellverbindungen in der Stadt zu schaffen und somit die Qualität des Radverkehrs zu erhöhen. Wir wollen ein Netz aus Fahrradstraßen und Radschnellwegen errichten. Radschnellverbindungen sollen dabei die bestehende Infrastruktur nicht ersetzen, sondern neues schaffen und gegebenenfalls schon bestehendes ergänzen, verbinden und verbessern. Radschnellverbindungen haben unter anderem einen wesentlichen Nutzwert für die Radfahrer*innen, die auf eine möglichst schnelle Verbindung aus den Außenbezirken und dem sogenannten Speckgürtel in die Innenstadt angewiesen sind. Außerdem werden Hauptstraßen und auch der ÖPNV entlastet.

Radschnellwege haben wegen ihrer Sichtbarkeit eine große Öffentlichkeitswirkung für das Thema Radverkehr. Sie sind damit ein Instrument, um dem Radverkehr insgesamt ein größeres Gewicht zu verschaffen. Mit Pedelecs sind längere Distanzen ab 10 km problemlos mit dem Fahrrad bewältigbar. Dafür braucht es jedoch eine Radverkehrsinfrastruktur, auf der man zügig vorankommt ohne zu häufig anhalten zu müssen und auf der unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich sind.
Radschnellwege müssen in eine Vielzahl anderer Maßnahmen zur Radverkehrsförderung eingebettet werden, von der Schaffung von Radfahrstreifen an Hauptverkehrsstraßen über die Einrichtung von Fahrradstraßen bis zum Aufstellen von Abstellanlagen. Um die Diskussion über mögliche Radschnellrouten voranzubringen, rufen wir Sie/Euch dazu auf, Ideen für konkrete Strecken auf dieser Webseite mitzuteilen. Die eingegangenen Vorschläge tragen wir auf diese Karte ein und werden sie in unsere politische Arbeit einfließen lassen und an die politisch Verantwortlichen weitergeben.

  1. Stefan Simon

    Ich hoffe ich bin hier einiger maßen richtig. Seit 2 Jahren, nachdem die Rudolf-Rühl-Allee in Treptow-Köpenick erneuert wurde, ärgere ich mich darüber. Die Straße war bis 2014 recht breit, jedoch ohne Fuß- und Radweg. Man hatte dennoch mit dem Rad aufgrund der breiten Fahrbahn ausreichend Platz neben den Autos, die sich im Berufsverkehr ca 2km von der “Köpenicker Straße” bis zur “An der Wohhlheide” stauen. Nachdem die Fahrbahndecke im Jahr 2014 erneuert wurde ist die Fahrbahn insgesamt ca 1,5m schmaler als zuvor. Seitdem ist fahren die Radfahrer im Stop&Go zwischen den Autos oder fahren links an den Autos vorbei und gefährden sich und den Gegenverkehr. Als Alternativen (Richtung Tierpark) bleibt dann nur der Umweg durch den Park (Wuhlheide) über wahlweise Kopfsteinpflaster oder Reitweg. Eine kostengünstige Lösung wäre der Ausbau der Rudolf-Rühl-Alle zur ursprünglichen Breite mit Markierung eines Radfahrstreifens (ca 2km). Wünschenswert und etwas teurer ist ein kompletter Ausbau entlang der Rudolf-Rühl-Allee von der Straße “An der Wuhlheide” über die Köpenicker Allee bis hin zur Treskow Allee (also eine Tangente von Köpenick zum Tierpark ca 5km)

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  2. Sabrina

    Als Ergaenzung zum Stammbahnprojekt (aber auch als eigenstaendige Strecke) wuensche ich mir, dass der Koenigsweg zwischen Potsdam Griebnitzsee und S-Bahnhof Zehlendorf mit einem glatt(er)en Belag ausgebaut wird. Das waere eine tolle Schnellradstrecke und eine stressfreie Alternative zur Strecke quer durch Wannsee mit grosser Zeit- und Wegverkuerzung nach Potsdam!

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  3. Sven Krein

    Ich möchte vorschlagen, einen Radschnellweg entlang der S 25 von Hennigsdorf kommend durch Heiligensee, Tegel, Reinickendorf zum Nordkreuz ( Bornholmer Straße) zu führen, dort kann der Radschnellweg dann in den Radfernweg Berlin-Usedom einmünden, der dort als Mauerweg durch den Mauerpark dann auch eine Verbindung in die City anbietet.
    Die Bahntrasse der S 25 ist aus historischen Gründen (Nutzung durch die Allierten zu Zeiten der Teilung) sehr breit und bietet daher ausreichend Platz. Auch in Zukunft wird dort kein Eisenbahnfernverkehr mehr stattfinden.
    Die Trasse würde somit 2 Mauerradwege verbinden. Wäre bestimmt auch eine interessante Idee für den “Vater des Mauerradweges” Michael Cramer.

    Beste Grüße
    Sven Krein

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  4. Mathias Adelhoefer

    Gute Idee!
    Grundsätzlich wäre ich über jeden Kilometer Schnellweg für Radfahrende froh! Als RDF-Mitte-Pendler wünsche ich mir einen Sprintweg entlang der S-Bahn-Trasse zwischen Am Nordgraben und Gesundbrunnen. Auf mehrspurigen Straßen sollte der rechte Fahrstreifen für Radfahrer*innen reserviert sein.
    Übrigens lassen sich Entfernungen über 10 km auch ohne E-Antrieb locker bewältigen, vorausgesetzt mensch ist ein wenig ans Radfahren gewöhnt und das Rad ist nicht zu schwer…
    Viel Erfolg und beste Grüße
    Mathias

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  5. Michael B.

    Die Heerstraße hat von der Wilhelmstr. bis zum Theodor-Heuss-Platz über weite Strecken abgetrennte Parallel-Fahrbahnen, die v.a. zum Parken genutzt werden. Hier sollte Radverkehr Vorrang haben.

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    • Tobias Endrikat

      Hallo,

      welche Wilhelmstraße meinen Sie? Beziehen Sie sich auf den Abschnitt der Heerstraße vom Theodor-Heuss-Platz bis in etwa Havelchaussee?
      Aus meiner Sicht ist dieser Abschnitt eine der größten Diskriminierungen von RadfahrerInnen in ganz Berlin. Ich war als ich das erste Mal dort langfuhr schockiert, dass es so etwas tatsächlich noch gibt: Eine Kraftfahrstraße (und somit gesperrt für Fahrräder, Motorroller und Co) mitten als Hauptverkehrsader in Berlin, während Fahrräder auf den schmalen und, wie sie ja auch schreiben, oft zugeparkten, Parrallel-Fahrbahnen fahren müssen und alle Nase lang von Ampeln oder Stoppschildern ausgebremst werden.
      Für langsamere RadfahrerInnen mag das eine passable Lösung sein, für die schnelleren ein Affront. Insbesondere, wo es doch vom Theodor-Heuss-Platz kommend nach Westen fahrend zunächst leicht bergab geht, man also wirklich schnell fahren könnte. Ich denke Kraftfahrstraßen sind nicht mehr zeitgemäß, vielmehr sollte dort eine entsprechende Fahrradspur angelegt werden.

      Gruß,
      Tobias (KV Reinickendorf)

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  6. Malte

    Ein sinnvolles Radschnellwegkonzept für Berlin scheint mir darin zu liegen, den rechten Streifen von mehrspurigen Straßen in Fahrradwege umzuwandeln. Das ganze sollte mit deutlicher optischer und baulicher Abgrenzung und Grüner Welle für Fahrräder kombiniert sein.
    Möglich wäre das zum Beispiel an der Schnellerstraß/Köpenicker Landstraße/Puschkinallee.

    Aber auch an vielen anderen Hauptstraßen wäre das mit relativ geringem Aufwand möglich.

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    • Müller

      Den Vorschlag unterstütze ich. Wenigstens in den Stoßzeiten könnte beispielsweise die Parkspur in der Schönhauser Allee ausschließlich für den Radverkehr freigegeben werden. Wieso verschließt sich der Pankower Stadtrat von Bündnis 90/Grüne seit Jahren dieser Idee?

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        • Müller

          Die Zuständigkeit liegt in diesem Fall beim Senat. Die Initiative könnte vom Bezirk ausgehen. Pankow könnte ohne den Senat die parallel verlaufenden Greifenhagener Str. oder die Cantianstr zur Fahrradstr. erklären. Bezirk Mitte mit CDU-Stadtrat hat 6 Fahrradstraßen. Pankow mit B90 – Stadtrat hat 3.

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  7. Maximilian Graser

    Sehr geehrter Herr Gelbhaar,

    eine Fahrradbahn, die Südneukölln (Britz, Buckow, Rudow) mit Kreuzberg/Mitte verbindet wäre eine feine Sache. Speziell um den Bereich Herrmanplatz wird man als Radpendler immanent ausgebremst.
    MfG

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    • fahrradnetz-berlin.de

      Lieber Herr Graser,

      Vielen Dank für die Anregung! Hätten Sie für diese Verbindung einen konkreten Routenvorschlag, der als Radschnellweg umsetzbar wäre?

      Mit besten Grüßen

      Ihr Fahrradnetz Team

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  8. Claudia Peter

    Hallo Stefan,

    meiner Meinung nach könnte jetzt schon perspektivisch für einen Radschnellweg zwischen Tegel und dem Hauptbahnhof für die Zeit nach Schließung des Flughafens geplant werden. Kurze Skizze: Derzeit muss man vom Tegeler See einen langen Umweg (Neheimer Str. – Tegeler Forst – Hohenzollernkanal – Uferweg am Nordhafen) nehmen, um einigermaßen kreuzungsfrei durchzukommen. Die neue Route könnte vom Flughafensee quer durchs Flughafengelände führen, den Kurt-Schumacher-Damm überbrücken und dann über Rehberge und den Plötzensee wieder zum Hohenzollernkanal und zum Humboldthafen führen. Die Seestr. könnte auch überbrückt werden.

    LG Claudia Peter (KV Reinickendorf)

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    • Ilja Andersen

      Denkbar wäre auch eine Streckenführung entlang des Kanals über das verlängerte Nordufer. Hier ist die Strecke zum Teil schon wunderbar ausgebaut, aber leider schwer zu erreichen und nicht durchgängig, so dass große Umwege gefahren werden (Wohlgemerkt als Teil des Berlin-Kopenhagen-Fahrradweges). Dabei könnte die Seestr. und Fennstr. sogar unterqueert werden. Es müssten allerdings einige Streckenabschnitte ausgebaut werden oder Vorrang für Radfahrende eingerichtet werden (z.B. Nordufer).

      Vor allem im Sommer wäre es eine sehr schöne Verbindung der Freizeitziele (Pltzensee/Tegeler-See/Flughafensee) und eine umweltfreundliche Erreichbarkeit für die zukünftigen Flughafennachnutzung.
      Viele Grüße,
      Ilja Andersen

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  9. Justus

    - Fahrradstraßen an den Spreeufern und insbesondere entlang von Landwehrkanal und Kupfergraben!

    - Oranienstraße zur Einbahnstraße machen (für Autos) und Radweg ausbauen (zwischen Moritzplatz und Skalitzer Straße. Ab Moritzplatz Radweg erneuern und verbreitern!

    - Radschnellweg unterhalb der Linie U1

    - Generell klare Trennung von Radwegen(-straßen) und Autostraßen durch Begrenzungen etc, siehe Bsp Kopenhagen. Insbesondere das in Berlin beliebte zweite Reihe Parken auf dem Radweg ist sehr gefährlich!

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  10. Müller

    Lieber Herr Gelbhaar,

    für mich als radfahrender Pendler wäre es schön, wenn Bündnis90/Grüne dort wo sie gestalten können den Radverkehr sicherer und schneller machen würden. Das Radverkehrsaufkommen im Kreuzungsbereich Eberswalder Str./Schönhauser Allee steigt seit Jahren. Der Radweg ist in einem katastrophalen Zustand und wird im Kreuzungsbereich regelmäßig zugeparkt. Problemlösung des zuständigen Bezirksstadtrats von B90/Grüne: Keine!

    MfG
    Müller

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    • fahrradnetz-berlin.de

      Lieber Herr Müller,

      Ja, die Fahrradinfrastruktur auf der Schönhauser Allee und der Eberswalder sind stark verbesserungswürdig. Stadtrat Kirchner arbeitet deshalb an einem Konzept für eine gerechtere Aufteilung des Straßenraums und mehr Sicherheit und Komfort für die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen in diesem Gebiet. Für diese Hauptstraßen und zugehörigen Kreuzungen ist jedoch nicht der Bezirk zuständig. Stadtrat Kirchner muss also die Senatsverwaltung überzeugen. Daher wurde Jan Gehl eingeladen, einer der weltweit renommiertesten Stadtplaner. Herr Kirchner verfolgt das Projekt intensiv – und will so schnell wie möglich Verbesserungen schaffen.

      Der Hinweis mit den zugeparkten Radwegen ist absolut richtig. Ich werde ihn an den zuständigen Stadtrat für Ordnungsangelegenheiten, Herrn Kühne (CDU) weiterleiten.

      Beste Grüße!

      Stefan Gelbhaar

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  11. Jürgen Thiel

    Von Spandau zum Tiergarten:
    Spandau Rathaus – Freiheit – Wiesendamm. Vor der Bahnbrücke links abbiegen und am Spreeufer weiterfahren. Unter der Rohrdammbrücke und Rudolf-Wissel-Brücke durch den Schloßpark Charlottenburg. Weiter am Salzufer / Einsteinufer bis Str. d. 17. Juni.
    Wenn es eine Fußgänger-/ Radfahrerbrücke im Bereich der Zitadelle gäbe, könnte der Sophienwerderweg genutzt werden.

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    • Britta Byszio

      Lieber Jürgen Thiel, wunderbar, wollte ich auch grad vorschlagen.
      Also lieber Stefan, den Vorschlag unterstütze ich ausdrücklich.

      Grüße Britta

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  12. Neuwirth

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Ansbacher Str. In Berlin Schöneberg wird als Innenstadtverbindung sehr stark von Fahrradfahrern frequentiert. Zwischen Hohenstaufenstraße und Geisbergstraße verfügt sie über keinen Radweg und ist gleichzeitig im Gegenverkehrsbetrieb sehr schmal. Ich möchte aufgrund dessen einen Antrag auf Fahrradstrasse stellen, was ist dafür zu tun?
    Über eine Rückmledung würde ich mich freuen,
    mit freundlichem Gruss
    Sandra Neuwirth

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